Dark Diary
Verfasst am: Tue., 08.03.2016, 23:03:09
Kaum 'nen Tag zuhause
Die letzten Wochen waren hart. Sehr hart.
Arbeitseinsatz in Zürich, 4 Tage pro Woche. Das Appartment die billigste Absteige. Riesig groß, ja... aber leer. Alles schallert. In der einen Bude ein riesiger Wasserfleck mitten auf dem Parkett, in der anderen Bude kein Antennensignal und der DVD-Player gibt krachende Geräusche von sich. Im ganzen Haus lahmes (oder besser: nicht vorhandenes) WLAN.
Die Küchenausstattung: nicht der Rede wert. Die Betten: durchgelegen.
Es ist zum kotzen.
Und jetzt bin ich zuhause, wenigstens für diese Woche. Höre wieder Musik, versinke wieder in Gedanken. All die Dinge, die ich in den letzten Wochen verdrängt hatte, für dich ich einfach keine Zeit hatte, prasseln nun auf mich ein. Ein bizarres Sperrfeuer aus Sorgen, Ängsten, Befürchtungen und großen Plänen, die nie realisiert werden.
All das lässt mich nicht ruhen. Ich versuche, den Kopf klar zu bekommen. Versuche, eine Leere herzustellen, nur damit ich nicht denken muss. Doch es gelingt nicht.