Wie Freunde mit schwierigen Situationen umgehen
Der Geist von Neubrunn bzw. die Nachbereitung von Volkmarshausen
Rosi:
Liebe Freunde,
ein Gespräch am Samstagabend hat mich etwas irritiert und da ich von einem Freund vor Kurzem als gnadenlos ehrlich bezeichnet wurde und das ja auch bin,
möchte ich dieses Thema noch einmal aufgreifen.
Es geht um das Thema neue Mitglieder in unserer Runde.
In Neubrunn sind wirklich viele Neue zu uns gekommen, da waren
Saskia und Volker, Jens, Marcus, Stefan, Angi, Mike, Anja oder heißt sie Anke? Kitty und Dieter.Marcus, Stefan, Kitty und Dieter habe ich, da sie gute Freunde :-) von mir sind, zu uns eingeladen.
War das falsch von mir? Ich finde es sehr bedauerlich, dass es dadurch Mitgliedern aus der angestammten Runde zu viel wurde und sie froh waren, dass sie zu einem Turnier abreisen konnten.
Es ist mir durchaus klar, dass zu viele Neue unsere Tafelrunde und Essensgemeinschaft sprengen werden und dass diese Gemeinschaft eingegrenzt werden muss. Ich habe keinerlei Problem damit wenn wir keine weiteren Personen in unsere Tafelrunde aufnehmen, es sollte dies dann aber von vorne herein klar geregelt und zum Ausdruck gebracht werden.Trotzdem denke ich, sollte der Kreis am Feuer offen bleiben und Gäste, neue Forenmitglieder willkommen sein.
Wichtig ist mir Offenheit und Ehrlichkeit wenn etwas nicht passt oder Jemand sich absolut daneben verhält sollte mit ihm/ihr das gleich besprochen werden und nicht erst dann wenn der Hals am platzen ist. Jeder von uns hat so seine Ecken, Macken und Kanten die uns zu dem machen was wir sind und diese Ecken.......... sollten wir akzeptieren und tolerieren.
Treffen wie Neubrunn sollen nach meiner Ansicht dazu dienen alte Freundschaften zu pflegen und neue Mitglieder persönlich kennen zu lernen.Ich selbst habe bei meinem ersten Neubrunnaufenthalt das Gefühl des Ausgeschlossenseins schmerzlich erfahren (Hell Archers) . Bei euch wurde ich sehr herzlich aufgenommen und ich fühle mich in eurem Kreis sehr wohl, ich denke sagen zu können ich habe Freunde gewonnen.
Aber haben sich Baracuda und seine Frau nicht ebenso gefühlt wie ich damals in Neubrunn, als der Kreis für sie in Volkmarshausen nicht geöffnet wurde?
Ich frage mich auch, wurde das Sonnensegel deshalb nicht angebracht damit sich keine anderen FAler zu uns setzen?Ich fände es sehr schade wenn wir künftig unser Verhalten gegenüber neuen Forenmitgliedern/Gästen, dem Verhalten der Hell Archers anpassen würden.
„Hier zelte nur ich und meine Freunde“
oder „Man wird ja im Urlaub unter sich und seinen Freunden bleiben dürfen“Das bedeutet für mich nicht „Gäste sind stets willkommen“ sondern „Bleibt uns ja vom Hals“.
Ein derartiges Verhalten würde mir in Schnarchers Paradise nicht gefallen.Bitte lasst mich eure Meinung in Bezug auf unsere Essensgemeinschaft und den Umgang mit Neuen wissen.
Ganz liebe Grüße es war schön wieder mit euch am Feuer zu sitzen.
Rosi
Tom
Liebe Rosi,
der wichtigste Punkt zuerst: Ich will und wollte Dir keine "Fehler" aus der Vergangenheit vorwerfen!Ich habe die Abende am Feuer in Volkmarshausen und die zwischen Turnier und Treffen in Neubrunn auch sehr genossen!
Mir wird es ab einer gewissen Gruppengröße aber einfach zu viel.
Am Feuer möchte ich meine Freund auch sehen können. Die Pavillons in Neubrunn sind so was wie das Vorzelt der Leute die sie mitbringen und aufstellen. Da sind gelegentliche Gäste natürlich auch willkommen, aber man sollte schon noch selber Platz darunter finden können.
Ich kenne noch viele nette Leute, denen es sicherlich auch gefallen würde in unserer angestammten Runde in Neubrunn. Ich habe es mir allerdings in letzter Zeit verkniffen sie dahin zu bitten. Mir würde, abgesehen vom Platz, die Zeit für die Freunde die ich treffen wollte fehlen.
Würde jeder von uns jährlich nur eine zusätzliche Person mitbringen... Ich mag jetzt nicht rechnen
Das nicht jeder jeden mag ist eine Sache die natürlich ist und das kann man vorher oft nicht abschätzen.So ist das ganze inzwischen ein gewisses Dilemma.
Ich kenne das schon von früher und habe mich dann immer aus explodieren Gruppen zurückgezogen. Das will ich hier nicht!
Mein Grund das offen anzusprechen.
Nicht einfach, keine einfachen Lösungen, und vielleicht macht man sich sogar unbeliebt, aber ich weiß im Moment nichts besseres als meine Freunde zu Fragen was sie dazu meinen.LG
Tom
Patrick
Liebe Rosi,
wie Du selbst merkst, ist dieses Thema kein einfaches. Ich habe gestern Abend, nachdem ich Deine Nachricht gelesen habe sehr lange nachgedacht. Ich brauche für so was immer länger
Letztlich läuft es für mich auf folgendes hinaus:
Es gibt Menschen, die ich besonders mag, mit denen ich am liebsten gaaaaanz viel Zeit verbringen möchte. Diese Menschen bezeichne ich mit dem "Titel" Freund/in. Ich bin damit sehr sparsam. Dann gibt es Menschen, die in die Kategorie "Kumpel" (gibt es das Wort (Kumpeline?) fallen. Menschen, mit denen ich mich gerne treffe und bei denen ich mich freue, sie zu sehen. Dann gibt es noch Menschen, die ich ok finde, mit denen ich mich gerne unterhalte (hier trifft vielleicht der Begriff "Bekannte" am besten). Dann kommt die Riesengruppe der Menschen, die mir relativ egal sind und noch die recht keleine Menge der Menschen, denen ich nicht begegnen möchte.
Leider ist es nun so, dass um ein Feuer nicht alle aus dem kreis der Freunde und Bekannte passen. Ich finde es schade, wenn (und ich benutze diesen Ausdruck jetzt ganz bewußt) an "meinem Feuer" Freunde keinen Platz haben, wenn sie durch Menschen, die mir egal sind verdrängt werden.
Leider entsteht das Dilemma für mich immer dann, wenn da Menschen sind, die ich mag (Bekannte) aber der Platz für Freunde fehlt. Für mich ist so was immer schwer auszuhalten.
Dazu kommt, dass es mir ähnlich wie Tom geht: je mehr Menschen um so mehr ziehe ich mich zurück. Ganz besonderes, wenn Menschen dazu kommen. die ich eigentlich nicht mag.
Was kann ich dagegen tun? Ich kann mir einen Platz woanders suchen? Ich kann mich abgrenzen? Ich weiß es nicht.Für mich gilt im Moment, dass ich, wenn ich in Neubrunn oder auch woanders bin, gerne Abends mit 1-12 Menschen um "mein Feuer" sitze. Natürlich gibt es Abende, da wird die Gruppe mal größer, aber das sind dann eher die Ausnahmen.
Einer meiner mich selbst nervensten Eigenschaften, ist es, dass es mir sehr schwer fällt, bis fast unmöglich ist, jemandem ins Gesicht zu sagen, dass ich ihn nicht um mich haben möchte. Spannungen und Konflikte, in denen ich selbst drin stecke sind für mich sehr schwer auszuhalten. Ich tue mir daher sehr schwer so etwas offen anzusprechen.
Konsequenz:
Ich wünsche mir für die kommenden Treffen vorher eine klare Absprache, wer sich zu einem "Lager" zusammen schließt. Ich werde vor den nächsten Treffen mich deutlich äußern, was ich will und was nicht. Ich möchte keine Absprachen mehr in "öffentliche Threads". Sondern nur in geschlossenen PM-Gruppen oder über E-Mail (es gibt ja tatsächlich nette Menschen, die nicht Mitglied bei fA sind).
Die letzte Konsequenz wäre für mich, dass ich wirklich "mein ganz eigenes Feuer" mache. Dann brauche ich mich um nichts anderes zu kümmern.Das sind jetzt noch relativ unsortiert meine Meinungen dazu.
LG
Patrick
Patrick
Nachtrag:
gerade ist mir noch was klar geworden, als ich noch mal die Ursprungsnachricht (von Rosi) gelesen habe.
Wer gehört wann wo dazu? Wer bestimmt, wer wann zu welcher Gruppe gehört?
Beispiel Volkmarshausen:
Karl-Heinz, Tom, Jochen, Anna, Chris, Habi und ich haben uns Essenstechnisch und Ausrüstungstechnisch abgesprochen.
Martin brachte den Feuerkorb mit Holz und Rosi die Maultaschen. Das war auch abgesprochen. Habi hatte abgeklärt, dass Toni dazu kommt. Dieter gehört zu Rosi. [grinsend]
Mike bringt Holz mit. Seine Kinder gehören zu ihm. Yvonne und Lars bringen eine Kiste Bier und fragen ob sie sich dazu setzten durften.
Ich habe das "Lager" mit Habi, Martin und Toni aufgebaut.
In den Zelten zwischen denen das "Lager" stand haben Tom, Jochen, Karl-Heinz, Chris, Anna und ich geschlafen.
Wessen Lager war das nun? Wer darf bestimmen, wer sich dazu setzt? Muss ich jeden dazu lassen? Wann ist es zu groß? Ich habe keine Antwort auf diese Fragen.
Aber ich denke darüber nach.Und der Schluß zu dem ich im Moment komme gefällt mir nicht. Aber vielleicht fällt mir dazu noch was ein.
Ah noch eine Fragestellung: Wenn ich einmal an einem "Lager" beteiligt war. Bin ich dann bei jedem weiteren Treffen automatisch wieder dabei? Weil wenn die Frage mit "ja" beantwortet wird, haben wir als Konsequenz jedes Jahr einen "Harald". Das will ich nicht.
Wobei jetzt in Volkmarshausen gab es sowas nicht. In Neubrunn letztes Jahr war es für mich schon grenzwertig.
Ich muss noch weiter nachdenken...
LG
Patrick
Chris
Hallo Rosi,
das Thema ist in der Tat kein Einfaches. Ich habe mir da auch einige Gedanken zu gemacht (auch schon in Neubrunn), aber bin immer noch nicht zu einem Ergebnis gekommen.
Ich glaube, das Grundproblem, das ich habe ist folgendes: Ich möchte gerne den Tag/Abend/Woche mit meinen Freunden verbringen, mit ihnen quatschen, lachen, schweigen, trinken, ins Feuer starren,... das volle Programm halt. Dafür fahre ich auch mit Freude quer durch die halbe Republik, um das zu erleben.
Nur wird genau das immer schlechter möglich, je größer die Gruppe wird. (Extrembeispiel: In NB sitzen alle um das große Feuer am Einschießplatz... mit wem kann man da noch quatschen? Rechter Nachbar, linker Nachbar, fertig.) Das Problem ist nur: wo zieht man die Grenze? Ab wann ist "zu groß"?
Für mich persönlich würde ich sagen: ab dem Moment, wo der Erste sich unwohl fühlt. Und das war bei mir bspw. der Fall in Neubrunn dieses Jahr. Ich würde gerne mit meinen Freunden auch über Dinge sprechen, die mich privat bewegen... und die die Grenze zum SmallTalk hinter sich gelassen haben. Diese Dinge möchte ich aber eben NICHT mit jedem in einer großen Runde teilen. Und daher schweige ich dann.[Für die folgenden harten Worte bitte ich um Nachsicht.]
Eine andere Situation war jetzt in Volkmarshausen: Hier saßen abends Yvonne und Lars (die beiden müssen jetzt als Beispiel herhalten) bei uns in der Gruppe dabei... soweit alles gut. Ich weiß nicht, wer sie eingeladen hat, oder ob sie's selbst waren... es spielt auch keine Rolle. Die beiden sind nett, ohne Frage. Aber was mir extrem negativ aufgefallen ist: Karl-Heinz und Anna (und Tom) kamen später... und hatten auf einmal in unserer Runde keinen Platz mehr! Sie mussten sich "außen" dabeisetzen. Zum Glück hat's nicht geregnet.
Da hört's dann für mich auf... das ist, als würde der Gastgeber nicht mehr auf seine eigene Party gelassen.Insofern kann ich sehr gut verstehen, dass diese Diskussion jetzt hochkommt. Die Frage, die du stellst, ist eigentlich die logische Konsequenz aus dem Erlebten: wie wollen wir damit umgehen?
Ich denke, wir müssen (und werden) eine Lösung finden, die zwischen den beiden Extremen ("Jeder ist immer willkommen" vs. "Hells Archers") existiert. Das bedeutet aber auch, dass man Leuten auf den Schlips tritt, in dem man ihnen sagt, dass sie eben nicht willkommen sind. [Ich merke gerade beim schreiben dieser Zeilen, wie ich selbst zögere.] Ich denke aber, da wir alle mehr oder weniger erwachsen sind, werden wir das schon hinbekommen.
Wichtig ist halt, dass wir drüber reden.in diesem Sinne
liebe Grüße
Chris
Habi
Hallo Rosi,
Ich habe keine Probleme mit neuen Gästen am Feuer... Barracuda nebst Frau hab ich nur kurz bei uns gesehen, als wir das Tarp gespannt hatten.
Zwecks NB hatten wir ja schon angedacht das für jeden Tag 2-3 Leute für das Kochen zuständig sein sollten und 2-3 die dann den Abwasch machen... Natürlich immer wechselnd.
So kommt jeder mal an die Reihe. Das ist mir dieses Jahr bei Marcus sauer aufgestossen, immer wenn es was zu tun gab, war er verschwunden...
Egal ob Abwasch, Holz hacken etc...
Ich koche wirklich gerne, hab mir aber für nächstes Jahr vorgenommen auch mal öfters auf den Parcous zu gehen und nicht nur 1x wie dieses und die letzten Jahre.
Andererseits möchte ich auch niemand ausgrenzen...Grüße Habi
Rosi
Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für eure Nachrichten.
Ihr habt in euren Nachrichten soviel Richtiges geschrieben dem ich mich ganz anschließen kann denn
auch mir war es in Neubrunn etwas zu eng ums Feuer.In Volkmarshausen habe ich leider nur einen Teil der Unterhaltung mitbekommen und deshalb bin ich richtig froh, dass ich dieses Thema nochmal zur Sprache gebracht habe. So wird es uns möglich sein zum Einen zu klären wer gehört fest zu unserem Feuer (Öhm
Unserem Feuer? gehör ich überhaupt dazu
) und wer ist Gast an unserem Feuer und zum Anderen auch gewisse Regeln für unser Lager aufzustellen.
Wie Habi in seiner Nachricht schreibt, Regeln was das Kochen und den Abwasch betrifft.
Eine weitere Regelung wäre zu treffen, was die Ordnung im Lager angeht. Ich kann es zum Beispiel auf den Tod nicht ausstehen wenn Lebensmittel rumliegen, nicht weggepackt werden und verderben.In diesem Jahr habe ich mich bewußt versucht zurück zu halten ( ich weiß meine Wuselei geht euch auf den Zeiger
) aber wenn ich dann das Gefühl habe es fühlt sich keiner dafür zuständig mal den Abwasch zu machen oder etwas aufzuraümen, dann mach ich es halt selber und manchmal ärgert mich das dann halt auch.
Es ist gut dass diese Kommunikation nun begonnen hat lasst uns gemeinsam Lösungen finden. Es wäre doch einfach nur schade wenn Mitglieder aus dieser Gruppe wegbleiben weil sie sich nicht mehr wohlfühlen, weil die Gruppe zu groß wurde oder das Miteinander nicht gut funktioniert. Leider ist es wie überall im Leben, ohne Regeln geht es nicht oder nur zu Lasten Einzelner.
Die erste Frage die ich gerne klären würde ist: Wer gehört nach eurer Ansicht zum festen Stamm?
ICh stell hier mal eine Liste auf von den Personen die ich meine, dass sie fest gehören dazu.
Patrick
Habi
Tom
Jochen
Martin
Karl-Heinz
Dagi
Anna
Chris
Steini
Meinereiner???????
+ die jeweiligen LebendsabschnittsgefährtenHoffentlich hab ich jetzt nicht Jemand ganz wichtigen vergessen
wenn doch dann schreibt ihn /sie dazu und kopiert die Liste in eure Antwort.Liebe Grüße und frohes Schaffen
Rosi
P.S. Patrick gerne hätte ich auch Karl-Heinz in diese Unterhaltung einbezogen aber ich kenne seinen Usernamen nicht, vielleicht magst du das an ihn weiterleiten
Anna
Hallo Rosi,
Du scheinst mit einer gewissen Selbstverständlichkeit anzunehmen, dass alle, die einmal in Neubrunn oder anderswo mit am Feuer gesessen haben, von nun an dauerhaft dazu gehören würden. Das birgt zwei Probleme:- Es gibt eine maximale sinnvolle Gruppengröße.
Ich erinnere mich gut an einen Abend in Neubrunn, an dem ich von "meinem" Feuer durch eine Gruppe Fremder, die es hier "ganz nett" fanden und sich nur untereinander unterhielten, getrennt war und gefroren habe. 40 Mann um ein Feuer funktioniert eben nicht. Wenn jeder auch nur einen mitbringt (und du hast diese Zahl ja nach eigenen Angaben deutlich überschritten), haben wir ganz schnell eine Menge, bei der man sich nur noch mit seinen Nachbarn unterhalten kann, es ist laut und kalt und weit weg von dem, warum ich eigentlich hingefahren bin.- Nicht jeder ist von jedem der beste Freund.
Das ist vollkommen normal und nicht weiter schlimm. Deshalb würde ich nachfragen, ehe ich eine Handvoll Fremder anschleppe, mit denen vielleicht Andere in vergangener Zeit schon mal einen ausgewachsenen Streit hatten und ohne die Gesellschaft dieser Menschen entspannter wären. Ich könnte mich mit nahezu allen Besuchern des Nebrunn-Treffens oder so eines Turniers höflich unterhalten. Das heißt noch nicht, dass ich mich ihn ihrer dauerhaften Gesellschaft, die ich mir nicht ausgesucht habe, wohlfühle. Damit hatte auch meine Abreise aus Neubrunn zu tun. Ich sehe euch Nasen leider nur sehr selten, dann will ich das genießen können (Danke für die tolle Parcoursrunde am Sonntag!) und mich nicht über irgendwelche Knalltüten ärgern müssen.In Volkmarshausen gab es einen zusätzlichen Anlass für Unmut: 6 Leute haben gemeinsam gezeltet und 3 von ihnen hatten am Freitagabend keinen Platz unter dem Pavillion.
Alle außer uns hätten auch woanders einen Platz zum Sitzen gehabt - und es vermutlich auch unschön gefunden, wenn sie durch Leute, die sie nicht eingeladen haben, daraus verdrängt werden.
Es gibt doch keine Notwendigkeit, alle Bogenschützen, die man "irgendwie nett" findet, an ein Feuer zu setzen. Da passen sie nicht hin und die meisten sind erwachsene Menschen, die doch bitteschön selber ein Feuer anmachen können. Gegenseitige Besuche sind ja völlig davon unbenommen, nur dass Leute in Horden und ohne zu fragen im "Zuhause" eines Anderen einfallen und nichtmal motiviert sind etwas Platz für die rechtmäßigen Einwohner zu machen, behagt mir überhaupt nicht.Ich denke die Konsequenz ist, ein gemeinsames Zelten nicht öffentlich zu planen, damit keine Fremden meinen nichts mitbringen zu müssen und sich ins gemachte Nest setzen zu können. Gäste sind ja willkommen, aber nicht wenn sie uns aus unserem eigenen Zelt verdrängen. Da ist etwas schief gelaufen. Die traditionelle Gruppe deutlich zu erweitern scheint keine gute Idee. Wenn der eine oder andere mal seinen Lebensabschnittsgefährten mitbringt ist das sicher ok, aber zumindest für mich ist es nicht "je mehr, desto besser". Ich würde mich gerne mit den Leuten unterhalten können, mit denen ich mich verabredet habe und nicht an "meinem" Feuer in der 2. Reihe unter freiem Himmel sitzen.
Gruß
Anna
Karl-Heinz
Hallo Rosi,
da ich ja nicht mehr in Foren aktiv bin hast Du mich nicht erreichen können daher bin ich froh das mehrere mir die PM weitergereicht haben. Da dies der Hinweg war, und nicht FB wo wir ja befreundet sind, nutze ich dies auch als Antwortweg und denke das es Dich erreichen wir.
Ich finde es schön das Du so gnadenlos ehrlich bist, und daher etwas irritiert das Du dich schriftlich äußerst. Ich verstehe nicht das Du in der Zeit in der Dieter eure Sachen eingesammelt hat, das Thema nicht vis a vis angesprochen hast, dies hätte ich begrüßt. Das Thema neue Mitglieder in unsere Runde finde ich etwas schwer zu packen weil ich nicht recht definieren kann was unsere Runde ist und wie oder was Du mit Mitglied meinst. Daher versuche ich meine Sichtweise auf Grundlage Deiner PM zu reflektieren.
Als ersten Punkt finde ich es interessant das Du schreibst ich habe sie eingeladen. Wenn ich jemanden Einlade ist das eine persönliche Einladung, also zu mir, was es nicht war. Insofern war es eine Einladung zu einer Gruppe, dies kann ich schwerlich alleine aussprechen, sondern hier sollte das was eine Gruppe ausmacht, nämlich Zusammengehörigkeit und Gruppenentscheid berücksichtigen. Dies zu übergehen hat schnell den Anschein von einer geringen Wertschätzung den anderen gegenüber. Ein Gespräch vorab habe ich leider nicht mitbekommen. Was ich wahrgenommen habe ist das ich mich mit 6 Freunden (Anna, Tom, Jochen, Patrick, Chris und Habi) und das sind de facto meine Freunde, im Vorfeld verständigt habe was wer mitbringt und wie wir das am besten koordinieren damit wir trocken und warm sitzen. Geplant war, der Pavillon ist unser Vorzelt, hier sitzen wir trocken und warm. Als ich mit Tom und Anna ankam stellte sich die Situation so da, das 3 dieser 6 Personen (Chris, Anna und ich) keinen Platz mehr gefunden haben und auch die Bitte um Aufrücken ist nicht auf starkes Interesse gestoßen, keiner rückte und auch Seitentische wurden nicht eingeklappt. Ich mag zum Beispiel Yvonne und Lars sehr gerne, interessieren würde mich da aber was würden die Beiden sagen wenn 9 Personen in Ihrem Vorzelt sitzen und sie müssten draußen bleiben? Ich kann mir sehr gut vorstellen das dies nicht auf Frohsinn stoßen würde, dafür kenne Yvonne schon zu lange, nämlich 10 Jahre wie Martin im Übrigen auch. Ich habe kein Problem mit anderen Leuten, schön würde ich finden wenn diese sich am Verhalten von z.B. Cord orientieren würden; dem Respekt vor der Örtlichkeit wo mein Zelt oder Wohnwagen nicht steht. Warum muss ich eigentlich offen sein gegenüber neuen Forenmitgliedern, ich sehe da keine Veranlassung, weder ein Muss noch ein Soll, das sind genauso fremde Menschen wie sie mir jeden Tag auf der Straße begegnen nur das wir vermutlich ein gemeinsames Interesse haben, aber das wird bei anderen Leuten die mir täglich begegnen auch so sein, impliziert Bogenschießen da eine höhere Wertigkeit? Ich denke nein.
Auch fühle ich mich nicht verantwortlich das sich andere gut unterhalten oder aufgehoben fühlen und etwas gutes zu essen bekommen, ich mache das gerne für meine Freunde und einen weiteren Bekanntenkreis, aber für Freunde von Bekannten bin ich nicht gewillt meinen Wohlfühlbereich zu verlassen nur damit diese ein angenehmes Wochenende haben, ich aber nicht mehr.
Offenheit und Ehrlichkeit ist mir auch wichtig aber ich muss nicht jeden akzeptieren oder tolerieren und dies findet hier auch sehr einseitig statt. Wenn hier Menschen in größerer Anzahl ankommen die ich nicht leiden mag und auch nicht tolerieren mag, kann ich nicht weg da diese zu „Mir“ kommen, sie haben allerdings die Möglichkeit wenn es ihnen nicht gefällt wieder zu gehen, da dies nicht ihr Vorzelt, Kochplatz oder Schlafplatz ist. Ich habe in der konkreten Situation diese Möglichkeit nicht, das kann und will ich nicht akzeptieren. Das NB da ist um Freundschaften zu pflegen ist sicherlich ein Gesichtspunkt, das mache ich ja auch, aber nicht inflationär weder von der Begrifflichkeit noch von der Handlung her. Bei mir ist diese Menge überschaubar und das ist auch so gewollt. Diesbezüglich orientiere ich mich, wie auch sonst im Leben, nicht an anderen wie z.B. Hells Archers. Besser, anders oder wie auch immer im Vergleich mit anderen zu sein ist mir persönlich nicht authentisch genug. Wie viele Sachen im Leben, versuche ich das es nicht zu beliebig wird, den dazu ist mir die Zeit zu wertvoll.
Gruß
K-H
Rosi
Hi Leuts,
schade, ich hatte angenommen wir könnten Lösungen finden aber nach den beiden letzten Nachrichten von Anna und Karl-Heinz fühle ich mich angegriffen.
@ Karl-Heinz, als Dieter unsere Sachen zusammen gesucht hat, habe ich mein Campinggerödel gespült und geputzt welches ich um Kaffee zu kochen und Maultaschen machen mit gebracht habe. Ich hatte schlicht und einfach keine Zeit dieses Thema in Volkmarshausen anzusprechen, deshalb habe ich die schriftliche Form gewählt.
@ Anna, selbstverständlich nehme ich nicht an, das jeder der bei uns/euch mal am Feuer gesessen hat automatisch dazu gehört. Ich weiß auch nicht wer mit wem je Ärger oder Streit hatte. Bitte aber um Entshuldigung dafür, dass ich ohne zu fragen Dieter, Marcus, Kitty und Stefan in Neibrunn eingeladen habe bei uns zu lagern. Es wird selbstverständlich nicht mehr vorkommen und sie werden im nächsten Jahr dann nicht mehr dabei sein. Deine Nachricht hat mir auch klar gemacht, dass auch ich nicht automatisch dazu gehöre, denn ich habe mich lediglich über den Volkmarshausenthread bei euch eingeklingt. Ich denke es ist künftig besser wenn ihr eure Absprachen in persönlichen Nachrichten oder E-Mails klärt und nichts über einen öff. Thread kommuniziert wird. Wenn ich nicht an eurem Feuer sitzen soll, ihr nur mit euren Freunden zusammensitzen wollt, was ich auch verstehen kann, dann könnt ihr mir das doch offen und ehrlich sagen.
@ Karl-Heinz, Anna und Chris, dass drei von den 6 Leuten, die sich miteinander abgesprochen hatten, unter ihrem Dach keinen Platz mehr hatten, bedaure ich ebenfalls sehr. Es wäre aber gar nicht dazu gekommen wenn mein Sonnensegel, welches bei Habis Auto stand, zum Pavillon dazu gebaut worden wäre. Diesen Vorschlag habe ich bestimmt 3 x bevor ihr in Volkmarshausen angekommen seid vorgebracht. Jetzt ist mir klar, dass dies nicht gewollt war um den Kreis so klein wie möglich zu halten.
Sorry Leuts aber irgendwie bin ich grad leicht angep..... Warum redet ihr nicht wenn ihr wie in Neubrunn oder Volkmarshausen keinen Platz habt, wenn euch was nicht passt. Warum zieht ihr das wochenlang mitrum, dass euch jetzt der Hals platzt nachdem ich mir erlaubt habe dieses Thema anzusprechen kann ich durchaus verstehen, das muss schließlich mal raus. Schade nur das dies an meine Adresse geht und nicht an diejenigen die es betrifft.
Ich habe in meinem Anfangspost Niemand angegriffen sondern es ging mir darum sich Gedanken darüber zu machen wie man künftig besser mit diesem Thema umgehen kann, wie Lösungen gefunden werden können.
Dies ist wahrlich kein einfaches Thema. Im Moment habe ich allerdings das doofe Gefühl es wäre besser gewesen dieses Thema dort zu lassen wo es war, unter dem Teppich.
Grüße
Rosi
Tom
Liebe Rosi,
da ist wieder das Problem bei dieser Form der Kommunikation.
Ich habe keine Angriffe auf Dich als Person lesen können.
Es gab Kritik an Handlungen, die ich für mich nicht als Angriff nehmen würde.LG
Tom
Jochen
Hei ihr Lieben,
wenn man sichs überlegt, kann es wohl sein, dass hier Probleme gerade erst geschaffen werden, über die sich dann Leute entzweien, die sonst prima miteinander klarkommen würden?
Natürlich können nicht alle Freunde von allen zusammen an ein Feuer: Alle würden frieren, weil die Nähe fehlt.
Es ist doch ein Luxusproblem, zu entscheiden, mit welchem seiner vielen gerade anwesenden Freunde einer von uns jetzt eine gute Unterhaltung führt - wenn alle anderen Freunde auch da sind, kommt zwangsläufig jemand zu kurz. Also liegt der Grund für das Unbehagen nicht nur in der Situation sondern auch in der Anzahl der Freunde, die man gar nicht alle so treffen kann, wie jeder von uns es wollen würde und wie sie es verdienen.
Jetzt mal meine Frage: Sind wir hier gerade bewusst oder unbewusst dabei, die Anzahl der Kandidaten für einen freundschaftlichen Kontakt herunterzuregeln? Ich möchte das nicht!Vielleicht könnte man fürderhin einfach vermeiden, vorher öffentlich abzusprechen, wer was mitbringt. Dadurch würden die Versorgungsgemeinschaften wieder kleiner werden und private Räume wichtiger. Ich glaube gar nicht, dass es uns allen an Respekt für die anderen (die uns nicht gar so nahe stehen) mangelt. Es war wohl eher die etwas unglückliche Art der Vorbereitung, die zu Problemen (mit zu wenig Nähe wegen zu vielen Anwesenden) geführt hat, die sonst gar nicht aufgetreten wären.
Liebe Grüße
Jochenps: Wenn ich für euch Musik mache, tue ich das nicht um mich zu produzieren, sondern um euch eine Freude zu machen. Diese Freude mache ich jedem gerne, der gern zuhört. Ja, ich bin für ein offenes Treffen! Unbedingt!
Martin
Danke Jochen, so denke ich auch. Konnte es nur nicht so schön formulieren.
Tom
Moin zusammen,
Jochen hat interessante Fragen gestellt.Zitat von: spelman — 02.09.14, 19:19
Hei ihr Lieben,wenn man sichs überlegt, kann es wohl sein, dass hier Probleme gerade erst geschaffen werden, über die sich dann Leute entzweien, die sonst prima miteinander klarkommen würden?
Ich sehe dieses Risiko zwar, bin aber bereit es einzugehen. Ich hatte in Neubrunn definitiv ein Problem.
Das will ich nicht zu groß werden lassen.Ja das ist ein Luxusproblem und das finde ich auch gut so: Ein Wochenende mit Freunden und Kumpels ist für mich Luxus! (Da ich mit dem Begriff Freund sehr sparsam umgehe komme ich da auf weniger als eine Handvoll Personen.)Zitat von: spelman — 02.09.14, 19:19
Natürlich können nicht alle Freunde von allen zusammen an ein Feuer: Alle würden frieren, weil die Nähe fehlt.
Es ist doch ein Luxusproblem, zu entscheiden, mit welchem seiner vielen gerade anwesenden Freunde einer von uns jetzt eine gute Unterhaltung führt - wenn alle anderen Freunde auch da sind, kommt zwangsläufig jemand zu kurz. Also liegt der Grund für das Unbehagen nicht nur in der Situation sondern auch in der Anzahl der Freunde, die man gar nicht alle so treffen kann, wie jeder von uns es wollen würde und wie sie es verdienen.
Sitze ich mit einigen Kumpels und Freunden zusammen, kann ich gute Gepräche führen und das als kuschelig empfinden.
Wird der Kreis zu groß kann es vorkommen das aus kuschlig eng wird (Vorrausgesetzt natürlich das man überhaupt noch in den Kreis kommt). Enge ist mit unangenehm und schon ist vorbei mit Luxus.
Zitat von: spelman — 02.09.14, 19:19
Jetzt mal meine Frage: Sind wir hier gerade bewusst oder unbewusst dabei, die Anzahl der Kandidaten für einen freundschaftlichen Kontakt herunterzuregeln? Ich möchte das nicht!Das sehe ich nicht so hart. Das würden ja sonst auch alle tun die nur einen Pavillion oder ein Tarp aufstellen.
Das ist ein Lösungsansatz den ich gut finde! Ohne das Probleme angesprochen werden gibt es noch nicht mal die Suche nach Lösungen. Daher find ich diese Diskussion zwar gefährlich aber wichtig.Zitat von: spelman — 02.09.14, 19:19
Vielleicht könnte man fürderhin einfach vermeiden, vorher öffentlich abzusprechen, wer was mitbringt. Dadurch würden die Versorgungsgemeinschaften wieder kleiner werden und private Räume wichtiger. Ich glaube gar nicht, dass es uns allen an Respekt für die anderen (die uns nicht gar so nahe stehen) mangelt. Es war wohl eher die etwas unglückliche Art der Vorbereitung, die zu Problemen (mit zu wenig Nähe wegen zu vielen Anwesenden) geführt hat, die sonst gar nicht aufgetreten wären.
Kann mir auch nicht vorstellen das Du Dich mit der Musik produzieren willst. Gegen das offene Treffen ist auch nichts einzuwenden, ich habe es nur nicht gerne in meinem "Vorzelt". Da können wir sicher noch Lösungsansätze finden.Zitat von: spelman — 02.09.14, 19:19
ps: Wenn ich für euch Musik mache, tue ich das nicht um mich zu produzieren, sondern um euch eine Freude zu machen. Diese Freude mache ich jedem gerne, der gern zuhört. Ja, ich bin für ein offenes Treffen! Unbedingt!
Liebe Grüße
Tom
Patrick
Ich habe mal wieder ein wenig nachgedacht:
Zunächst mal Rosi, wenn Du schreibst, Du fühlst Dich angegriffen, dann ist das Dein Gefühl. Nicht jede Kritik am Verhalten ist gleich ein Angriff. Und nicht jede Kritik am Verhalten ist eine Kritik an der Person als solche. Ich mag Dich und ich freue mich, wenn ich Dich sehe und wenn ich mit Dir telefoniere. Und ich sitze auch sehr gerne mit Dir an einem Feuer.
Bei dieser ganzen Diskussion geht es sicher nicht darum grundsätzlich zu dem Ergebnis zu kommen: Wenn wir uns bei einem Turnier treffen, dann gehören folgende Personen zu unserer Gemeinschaft, die sich Feuer, Essen und trinken teilen und sonst darf niemand anderes sich zu uns ans Feuer setzen.
Es geht viel mehr darum (für mich) wie können wir uns im Rahmen von öffentlichen Treffen/Turnieren treffen, so dass wir uns alle wohl fühlen. [Ich habe das bewußt positiv formuliert]
Rückblickend welche NB oder auch andere Treffen gab es, bei denen ich mich rundum wohl gefühlt habe? Es waren diese Treffen, bei denen ich mich mit 2-5 Personen vorher abgesprochen habe, was wir zusammen brauchen. Dann ist es oft so gekommen, dass am Abend der Kreis um das Feuer auch mal aus 10 oder 12 Personen bestand. Aber grundsätzlich haben wir uns in diesem kleinen Kreis gemeinsam ernährt und befeuert. Gäste waren immer willkommen. Das war gut so. Das hat funktioniert. So ist z.B. auch das legendäre 2010er NB entstanden.
In den letzten Jahren ist dieser Kreis aber immer größer geworden. Und nun zeigt sich, dass es nicht mehr funktioniert. Ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust so etwas wie einen Koch- oder Spülplan zu erstellen. denn das haben wir in den ersten Jahren auch nicht gebraucht. Mir macht es nichts aus, z.B. meine Kaffeekanne zur Verfügung zu stellen und sie jeden Tag zu säubern. Denn dann wird sie auch sauber gemacht.
So war es in NB
In Volkmarshausen haben wir uns in den letzten Jahren immer nur max zu 3. oder 4. abgesprochen und alles war kein Problem. Ich glaube, das diesjährige Volkmarshausen-Problem ist entstanden, weil einige (mich eingeschlossen) davon ausgegangen sind, dass es so läuft, wie es immer in Volkmarshausen läuft und andere dachten es wird so wie in NB. Das funktioniert in VH aber nicht. So kam es letztlich zu dem was es war.Ich denke, es ist unmöglich für 20 Personen ein Lager so zu organisieren, dass alle zufrieden sind. Den wären im letzten Jahr NB nicht einige früher gefahren und andere erst gart nicht gekommen, wären wir mit allen die dann noch dazu gekommen sind über 20 Personen gewesen. Daher gibt es für mich nur die Konsequenz, dass ich mich für nächstes Jahr in NB außerhalb öffentlicher Foren abspreche. Wenn es dann zu "Zusammenschlüssen" kommt. Ist das ok.
So weit meine weiteren Gedanken. vielleicht kommen ja noch weitere.
LG
Patrick
Rosi
Hallo ihr Lieben,
sehr lange habe ich überlegt ob ich mich zu diesem Thema noch einmal äußern soll.
Mindestens 55 x habe die PNs gelesen habe und es sind wirklich gute, sachliche und lösungsorientierte Nachrichten dabei. Sicher ist es besser sich in persönlichen Nachrichten darüber auszutauschen wer was mitbringt um so die Versorgungsgemeinschaft etwas zu reduzieren.
Auch mir ist es lieber wenn es etwas ruhiger, wärmer ist, wenn man gute Unterhaltungen führen kann, wenn da Jemand ist mit dem man über Probleme reden oder auch sein Herz ausschütten kann.
In einer großen Runde mit 2 oder gar 3 Feuern ist das nicht möglich auch ich werde dann still und schaue ins Feuer.Trotz der guten Beiträge, ganz besonders danke ich Patrick und Jochen, gibt es einiges das mir zu schaffen macht und ich kann es mir einfach nicht leisten noch eine weitere Nacht darüber nach zu grübeln. In mir brodelt es, meine Gedanken drehen ich in Endlosschleifen und ich bin im Moment total blockiert und krieg nichts mehr auf die Reihe. Vielleicht verstehe oder interpretiere ich auch wieder mal etwas völlig falsch. Ich muss es loswerden und deshalb werde ich euch nun in meiner gnadenlosen Ehrlichkeit meine Gedanken mitteilen.
Zum Ersten: Mir ist mittlerweile klar, dass mit Volkmarshausen etwas missverstanden und deshalb schief gelaufen ist, bzw. auch nicht klar zum Ausdruck kam. Stand da nicht in dem Volkmarshausenthread etwas von Neubrunn light?
Zweitens: Die Begriffe „Mitglied“ in der Runde und „Einladung“ die ich geschrieben habe sind missverständlich und so sicher nicht richtig. Ich wurde von Marcus und Stefan gefragt ob sie ihre Zelte bei uns aufstellen können. Eine Einladung war es nicht. Ich habe die Frage bejaht aus meiner negativen Erfahrung heraus von meinem ersten Neubrunn. (Hier zelte nur ich und …......Kittys Wohnwagen steht unten am Wowaplatz, sie hat sich zu euch/uns gesellt.
Drittens: kann ich mit dem ersten Satz von Anna nicht wirklich gut umgehen. Natürlich gehöre ich nicht überall dazu, das erwarte ich auch gar nicht. Ich hatte aber nach 3 Neubrunn an eurem Feuer schon das Gefühl, dass euer Feuer in Neubrunn auch ein ganz kleines bisschen mein Feuer ist.
Viertens: warum habe ich meinen Klapptisch nicht eingeklappt? Es hat mir Niemand gesagt, bzw. ich habe es nicht mitbekommen, ich war damit beschäftigt Essen auszuschöpfen, mit dem wir extra auf euch gewartet hatten.
Fünftens: Womit hat sich Herr Cort denn besonders hervorgetan? Ich war nicht an eurem Feuer als er dazu kam. Tatsache allerdings ist, als ich zurückkam saß er auf meinem Stuhl und auf meine Frage „ja sitzt wer denn da auf meinem Stuhl“, hat er sich weder vorgestellt noch ist er von meinem Stuhl aufgestanden. Es bedurfte eines weiteren Hinweises von mir, dass ich mich gerne auf meinen Stuhl setzen möchte, erst daraufhin hat er meinen Platz geräumt.
Und Sechsten: Zu Neubrunn, ich dachte es ist dies auch ein bisschen mein Feuer, dies ist wohl ein Trugschluss von mir. Wobei es sicher unerheblich ist, dass ich die letzten 3 x Neubrunn mit die Erste war die das Lager für euch/uns mit aufgebaut hat, unter deren Pavillon wir sitzen, deren Campingerödel wir benutzen. Mit meinen Auto fahre ich Brötchen holen und einkaufen, mit meinem Auto hole ich Anna ab damit sie an ihrem Feuer sitzen kann und bringe sie wieder nach Würzburg. Ich könnte hier noch einiges hinzufügen, lasse es aber dabei bewenden.
Nur noch Eins.
Ihr Alle hattet gute Gründe Neubrunn vorzeitig zu verlassen. Am Schluss standen Patrick, Martin, Stefan, Kitty und ich da und haben den Lagerplatz abgebaut und aufgeräumt. Wenn ich mich recht erinnere hat auch dich lieber Patrick das etwas gestört.WARUM mach ich das? Weil ich euch mag und gerne mit euch zusammen bin und weil
GEBEN seliger ist, denn NEHMEN.
Liebe Grüße und passt auf euch auf
Rosi
Patrick
Hallo zusammen,
nach langem Überlegen, Kommunikationswissenschaftlichem analysieren und unter der Berücksichtigung von Transaktionsanalyse, der Kommunikationstheorie von Schulz von Thun und all meines anderen Wissens und Nichtwissens gewonnenen Erkenntnissen, bin ich doch zu folgender bahnbrechender Erkenntnis gekommen:
"Jeder Jeck ist anders!"
Liebe Rosi,
ich mag Dich und würde Dich sehr vermissen, wenn wir uns nicht ein- bis zweimal im Jahr sehen würden. Ich habe das Gefühl, dass Du etwas persönlicher nimmst, als andere das meinen. In dieser Kommunikation haben einige von ihren Empfindungen und Gefühlen geschrieben. Sie haben "gnadenlos ehrlich" geschrieben, wie sie eine Situation empfunden haben. Das wiederum führt zu Empfindungen und Gefühlen die bei anderen entstehen. Was bei mir dazu geführt hat, dass ich mich verstanden gefühlt habe, hat bei Dir dazu geführt, dass Du Dich angegriffen gefühlt hast. Wohlwollend gehe ich immer davon aus, dass derjenige, der sich mitteilt, dies tut um seinen Gefühlen einen Raum zu geben. Die dadurch entstehende Gefühle bei mir liegen (in der Regel) nicht in der Absicht desjenigen, der seine Gefühle verbalisiert. Ich habe es lange trainieren müssen, genau das bewusst zu erleben und zu reflektieren. Und selbst mir passiert es noch zu oft, dass ich mich dabei ertappe, wie ich mich von meinen Gefühlen in meinem Urteil über ein gesprochenes Wort, beeinflussen lasse. Meistens gelingt es mir jedoch darauf zu achten, was mein Gegenüber über sich selbst sagt. Und selbst das ist letztlich nur eine Interpretation auf der Grundlage meiner mir ganz eigenen Erfahrungswerte.
Was ist also passiert, nach meiner Einschätzung?
Leider geht das nicht ohne Namen zu nennen, daher, sollte sich jemand von mir auf den Schlips getreten fühlen, bitte melden.
Tom, Karl-Heinz, Anna (ich vermute Chris auch) und ich sind Menschen, die eher introvertiert sind. Bedeutet, uns ist eine überschaubare Menge Menschen eine klar umrissenes Umfeld wichtig. Wir brauchen Sicherheit in dem Umfeld, dass uns umgibt. Jochen, Habi, Martin und ich glaube auch Du, Rosi, ihr seid eher Menschen, die sich in einer möglichst großen Umgebung mit vielen Menschen wohler fühlen. Natürlich gibt es dabei, wie auch überall kein schwarz und weiß sondern nur verschiedene Ausprägungen von grau.
Einigen (Tom, K-H und mir) war schon nach NB 2013 klar, dass es nicht mehr "unser" Ding war. Aufgrund verschiedener Ausgangslagen, hat jeder für sich seine Konsequenz gezogen. Ich bin furchtbar sentimental und habe an der Vergangenheit festgehalten, nur um zu merken, dass es (für mich) nicht gut war. Natürlich habe ich mich über das Abbauen am letzten Tag geärgert. Aber nicht über einzelne Personen sondern über mich. Ich wusste schon bei meiner Ankunft in NB, dass es dazu kommen würde, habe aber nichts dagegen unternommen. Aber einen Entschluss habe ich gefasst.
Falls es ein NB 2015 gibt, werde ich mein eigenes Lager machen. Ich werde mein Geschirr spülen und mich um mein Essen kümmern. Wenn es dazu kommt, dass ich Leute zu etwas einlade, dann freue ich mich diesen Menschen etwas Gutes zu tun, bzw. werde Arbeit und Aufwand verteilen. Wenn es dazu kommt, dass ich zu einem Essen eingeladen werde, dann werde ich meinen Beitrag dazu leisten, sei es finanziell oder mir meiner Hände Arbeit. Gerne spüle ich dann auch den Kessel oder die Pfanne oder die Kochutensilien, aber nicht mehr das Essgeschirr von anderen.
Ich werde mich freuen mit den unterschiedlichsten Menschen unter einem Tarp, einem Pavillon oder unter freiem Himmel um ein Feuer zu sitzen. Aber mir wird wichtig sein, dass es einen Ort geben wird, an dem ich grundsätzlich für mich sein kann, an dem klar ist: das hier ist mein eigener Ort!
Warum ist das so? Ich bin in einem Haushalt mit drei Brüdern, Eltern und Oma groß geworden. Ich war 9 Jahre im Internat. Kurz, ich hatte bis zu meinem 25. Geburtstag eigentlich keine echte Privatsphäre. Ich brauche diese aber heute wie die Luft zum atmen. Ich bin gerne unter Menschen. Ich bin gerne für Menschen da und pflege mein Helfersyndrom. Aber wenn ich nicht meine Orte des Alleinseins habe, werde ich für mich selbst ungenießbar. Daher ist mein Zurückziehen kein Ausdruck des Nichtmögens von anderen, sondern Schutz für mich selbst, damit ich nicht etwas verliere, was ich sehr liebe.
Wichtig ist für mich bei allem, was ich jetzt geschrieben habe, dass es nicht darum geht zu sagen: Rosi Du bist schuld, Du hast unser NB kaputt gemacht. Sondern es geht darum klar zu machen, dass es unterschiedliches Erleben von Situationen gibt und jeder von uns muss sehen, wie er damit klar kommt.
2009 war ich das erste Mal in NB und war überwältigt von dem, was ich erleben durfte. Aber 2010 war anderes als 2011, war anders als 2012, war anders als 2013, war anders als 2014 und auch die kommenden Jahre werden wieder anders sein. "nix bliev, wie et is" ist eines der kölschen Grundgesetze. Nur leider halten wir zu oft an Ritualen, Gebräuchen fest und wissen nicht mehr warum. Und plötzlich merken wir, dass es uns eigentlich gar keinen Spaß mehr macht. Manches ändert sich langsam und manches mit einem großen Knall und es gibt ganz viele Spielarten dazwischen.
Ich habe für mich in den letzten 4 Jahren den Egoismus entdeckt. Und ich sage euch: Er ist großartig.
Das heißt nicht, dass ich auch nur einen von Euch weniger mag, es heißt nur, dass ich ab und zu mich selbst brauche und mir selbst helfen muss.Also Rosi,
bitte versuche zu verstehen, dass Du nicht "die Böse" bist. Zieh Dir nicht die Schuhe an, dass Du etwas verursacht hast. Du bist wie ich ein Teil einer Entwicklung, einer Dynamik, die wir nur schwer beeinflussen können. Ich mag Dich und ich werde Dich bei unserem nächsten Wiedersehen in die Arme schließen und mich freuen Dich zu sehen. Ich freue mich an Martins Feuerkorb zu sitzen, Habis eingelegtes Fleisch zu essen, Rosis Maultaschen zu genießen und Chris furchtbarem Dialekt zu lauschen (Met mag ich ja nicht). Ich kann es kaum erwarten Jochens Musik zu hören, Jörgs Geschichten zu lauschen und Anna bei der Handarbeit zuzusehen. Und das alles werde ich noch mehr genießen können, weil ich mich auch meiner Gesellschaft erfreuen kann.
Vielleicht wird vieles gleich sein wie die Jahre davor und einiges wird sich ändern, dennoch freue ich mich auf das nächste Mal mit Euch. Ich für meinen Teil habe irgendwann aufgehört über das Ende von etwas traurig zu sein. Vielmehr erfreue ich mich an den glücklichen Momenten, die ich erleben durfte. Ihr alle seid Teil dieser glücklichen Momente und werdet genauso dies auch in Zukunft sein.Falls Ihr das jetzt alles gelesen habt, dann herzlichen Glückwunsch für Eure Durchhaltekraft.
Liebe Grüße,
Patrick
Tom
... da Patrick mich namentlich genannt hat: Besser könnte ich meine Sicht der Dinge nicht wiedergeben.
Die Gründe warum ich lieber in kleineren Gruppen bin sind andere, aber das führt mir jetzt zu weit.Vielen Dank Patrick und liebe Grüße an Euch alle
Tom
Martin
Zitat von: Erzebaer(PBH) — Gestern, 11:01
Falls Ihr das jetzt alles gelesen habt, dann herzlichen Glückwunsch für Eure Durchhaltekraft.Liebe Grüße,
Patrick(Wegen der Übersichtlichkeit habe ich den größten Teil vom Zitat gelöscht. Meine Antwort bezieht sich natürlich auf den ganzen Text.)
Lieber Patrick, das hast du sehr schön ausgedrückt.
Selbst mir war NB 14 schon zu stark "reglementiert". Wobei mir schon sehr klar ist, das es ohne Regeln nicht geht. Ich bin ja "schon" seit 07 dabei und NB war seitdem für mich immer ein Platz großer Freiheit und etwas Anarchie. Deswegen habe ich mich z.B. "rausgehalten" als es um die "Ausladung" von Leglaf ging. Daher finde ich es super, das Rosi da was angestossen hat. Und für mich war bisher kein Beitrag verletzend, eher das Gegenteil und viel klärende Offenheit.
@Rosi, ich hoffe wir können in Böttigheim darüber reden.
@Patrick, ja das mit dem gesunden Egoismus habe ich in den letzten zwei Jahren NB praktiziert, ohne es mir einzugestehen. Nach deinem Beitrag kann ich ohne mich zu schämen sagen: Ich brauche morgens einen "kleinen" Pott Kaffee und mache halt gleich mehr, da es ja noch welche gibt, denen es genauso geht. Ich sitze auch morgens gerne am wärmenden Feuer und abends genauso. Also besorge ich mir trockenes Holz und wenn sich Andere darüber freuen und sich dazu setzen ist das schön.
Ich habe dieses Jahr auch sehr drauf geachtet, das ich mein Geschirr gleich selbst gespült habe und es bei meinem Zelt gelagert habe. Ist mir nicht immer gelungen und dann habe ich mich geärgert, weil ich es morgens nicht gleich im Kochlager gefunden habe. Bitte liebe Rosi, das soll mitnichten ein "Angriff" auf dich sein! Wie Patrick schon sagte, jeder hat seine Macken.
Ich bin sehr gespannt auf das nächste NB was sicher statt findet. Der Zeltplatz ist ja auf zwei Jahre fest gebucht, soweit ich weiß.
Vielleicht sollten wir wieder mehr Anarchie zulassen was uns auch wieder offener für den Geist von NB macht.
Ich habe mir z.B. vorgenommen, die anderen Wiesen zu besuchen, versuchen auch an anderen Feuern zu sitzen. Das ist in den letzten Jahren zu kurz gekommen. Aber ich denke normal wenn man in so eine nette Gemeinschaft aufgenommen worden ist. Ich bin ja auch aus dem Hell's Archer Camp rausgeflogen worden.
In der Hoffnung auf ein entspanntes NB 2015 und viele andere Meinungen, andere Ansichten und weiteren offenen Worte.
Maddin
p.s. Nichts ist doch so beständig, wie die Veränderung.
möchte ich dieses Thema noch einmal aufgreifen.

) und wer ist Gast an unserem Feuer und zum Anderen auch gewisse Regeln für unser Lager aufzustellen.